Kreuz

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St. Trinitatis - Kirche zu Illeben

St. Trinitatis-Kirche

1555

Kirche Illeben von aussen

„ Errichtet ist dieses Heiligtum zur Ehre der heiligen und unteilbaren Dreieinigkeit 1555“(Türinschrift in lateinischer Sprache)

Die Kirche St. Trinitatis in Illeben

1463 wird eine der heiligen Maria geweihte Kapelle erwähnt, die im Oberdorf gelegen war. 1545 wird die Martins- und Ulrichskirche zu Illeben erwähnt, deren Patronen die Grafen von Gleichen und Wolf von Goldacker waren.

Kirche Illeben von innen

Innenansicht

Die Kirche St. Trinitatistammt aus dem Jahre 1555 und befindet sich im Unterdorf auf dem Berge.
Die Kirche besteht aus drei Teilen, dem Turm im Westen und dem Kirchenschiff, bestehend aus Langhaus und Chor.
Das Langhaus schließt sich im Norden auf gleicher Flucht und im Süden etwas hervortretend an den Chor an.
Der Chor wird durch drei spitzbogenförmige, große Fenster mit spätgotischem Maßwerk gegliedert.
Die mit Fischblasen verzierten Maßwerken an den Fenstern und allen anderen noch spätgotisch wirkenden Fenster- und Türgewänden stammen aus der Erbauungszeit von 1555.
Das Langhaus verfügt im Inneren über eine zweistöckige Empore entlang der Nord- und Westwand.
Auf der Südwand, auf hohen rechteckigen Spitzen stehend, liegt nur auf der zweiten Ebene eine Empore.
Auf der zweiten Empore steht die  Orgel, die aus dem Jahr 1855 stammt.
Die Südempore wurde 1683 mit Motiven aus der Bibel (Neues Testament) versehen.
Die Westempore wurde erst im 20. Jahrhundert mit den Motiven aus dem alten Testament angepasst.

Altarraum
Die Fenster
Anlässlich der 400 Jahrfeier wurde die Empore über den Fenstern herausgenommen. Es werden Renaissancemalerei um die Fenster gefunden. Sie stellen die Tugenden dar; Glaube, Liebe, Gerechtigkeit, Mäßigkeit, Hoffnung und Tapferkeit.

Kruzifix aus dem 18. Jahrhundert
Vorher ein Flügelaltar, der 1913 an das Museum in Gotha verkauft wurde.

Epitaph
Über dem Kanzelaufgang zur Erinnerung an die 2 Stifter, die kniend vor dem auferstandenen Christus dargestellt sind.

Grabsteine
Auf den Grabsteinen ist je ein Priester in Amtstracht dargestellt. Die Umschrift des einen lautet: “ Im Jahre 1510 am Tag des heiligen Brachse starb und wurde hier begraben der ehrbare Herr Johannes Beischaff, vormals Priester dieser Kirche. Die Seele ruhe in Frieden“

Die Umschrift des anderen lautet: “ Im Jahre des Herrn 1500 am Tage der Heiligen Brigitta, dem 6. Des Monats Oktober starb der ehrbare Mann Herr Philipp Pichmann, Priester in Eschleben. Die Seele ruhe in Frieden“

Kanzel
Die Kanzel besteht aus 5 Seiten eines Achtecks. Die Felder der Kanzel sind mit geschnitzten Reliefs Christi und der 4 Evangelisten besetzt. Die Felder sind voneinander mit Säulen getrennt.

Die Decke des Kirchenschiffs
Sie wurde 1609 ausgemalt und hat verschiedene Wappen.
Die Tonnendecke weißt im Chorraum noch die vielfältige Bemalung von der Zeit um 1564 auf.

Kirche Illeben Decke

oben: Decke im alten Zustand
unten: Decke im neuen Zustand

Im Langhaus wurde diese Fassung opak (verdeckt) überstrichen (1953).
Die ursprüngliche Bemalung wurde 1999 bei Restaurierungsarbeiten wieder freigelegt.
Die Kassettendecke ist u.a. mit einigen Familienwappen und Zunftzeichen von mitwirkenden Handwerkern der Erstgestaltung versehen.

Die Emporenbilder
Sie sind 1683 gemalt worden. Der Sup. Michael Pfefferkorn hat die biblische Historie mit dazu verfertigten Reimen daran zu malen angeordnet.

Die Orgelempore hat 6 Bilder
1 Traum von der Himmelsleiter
2 Isaaks Opferung
3 Anstelle des Sohnes soll Abraham ein Tier opfern
4-6 Weiter Bilder sind aus dem Alten Testament
1 Jesus im Garten Gethsemane
2 Verrat Judas
3 Verhör Jesu
4 Verspottung und Geißelung
5 Szenen nach der Geißelung
6 Weg nach Golgatha
7 Jesus am Kreuz
8 Jesus bei der Grablegung

Die Orgel
Sie wurde 1855 erbaut hat 16 klingende Register, 2 Manuale uns 1 Pedal

[St. Trinitatis - Kirche zu Illeben]